Projekte 2011

Mit der deutschen Sprache sicher im Alltag
Individuelles Alltagstraining für Frauen mit Migrationshintergrund aus dem Stadtteil Schinkel

Das Ziel des Projektes war es, die Teilnehmerinnen mit der Fähigkeit auszustatten, sich im Alltag in ihrer neuen Heimat zurechtzufinden. Dabei spielte die Anwendung der deutschen Sprache die wichtigste Rolle, da viele Frauen durch mangelndes Selbstbewusstsein eine große Hemmschwelle aufbauen.

Das Projekt gliederte sich in drei Teile:

Es begann mit einem theoretischen Teil zu alltagsrelevanten Tägigkeiten wie Freizeitgestaltung, Gesundheit, Behördengänge, Erziehungsfragen, etc..

Im zweiten Teil wurden Alltagssituationen als sprachliche Übung in Dialogen nachgespielt und im Anschluss in der Gruppe reflektiert.

Im dritten Teil ging es darum, im Rahmen von Einzelterminen alltagsrelevante Tätigkeiten praktisch umzusetzen und mit Unterstützung einer Begleitperson die erworbene Sprachkompetenz anzuwenden.

Die Gruppe traff sich im 14-tägigen Rythmus in den Räumen der Grundschule am Heiligenweg 40.

Folgende Einrichtung wurden im Rahmen der Einzeltermine besucht: 
Stadthaus 1: Fachbereich Bürger und Ordnung, Thema: Anmeldung/Abmeldung, Personalausweisbeantragung
Finanzamt, Thema: Lohnsteuerklasse ändern lassen, was ist eine Lohsteuererklärung?
AGOS, BIZ, Thema: Berufsorientierung.

 

Berufliche und private Lebensplanung für
Frauen mit Migrationshintergrund aus dem Rosenplatzquartier

Das Projekt wurde in Form eines einmal wöchentlich stattfindenden Kurses in der Frauenberatungsstelle angeboten, bei dem unterschiedliche Themen der privaten und beruflichen Lebensplanung der Frauen behandelt wurden.

Der Kurs richtete sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die arbeitslos oder nur geringfügig beschäftigt sind und es ihnen zusätzlich schwer fällt, sich in ihrer neuen Heimat zu integrieren. Während der wöchentlichen Treffen wurden den Teilnehmerinnen ihre beruflichen Perspektiven in Deutschland verdeutlicht. Diese knüpfen in vielen Fällen nicht an die berufliche Ausbildung aus ihren Heimatländern an. Eine Mitarbeiterin der BUS gmbH hat den Frauen Möglichkeiten der Anerkennung ihrer erlernten Berufe in Deutschland aufgezeigt. Bei einem Besuch im Berufsinformationszentrum wurden den Frauen verschiedene Berufe und die damit verknüpften unterschiedlichen 

Aufgabenbereiche vorgestellt. Unter Berücksichtigung ihrer bestehenden Qualifikationen stellten die Teilnehmerinnen im Rahmen des Projektes einen individuellen Zukunftsplan auf, der ihre berufliche und private Entwicklung in Schritten darstellt.

Ziel war es, das Selbstwertgefühl der Frauen zu stärken und die eigenen Potentiale erkennbar zu machen, zu erweitern und zu nutzen. Hierzu wurden verschiedene Methoden hinzugezogen. Eine Stylingberaterin hat mit den Frauen Übungen zur Selbst- und Fremdwahrnehmung unter Berücksichtigung der Situation und den entsprechenden Outfits durchgeführt. Hier erlernten die Frauen durch bewusste Körperhaltung Sicherheit in unterschiedlichen neuen Situationen zu gewinnen.

Zusätzlich kamm an drei Kursterminen eine Photographin zum Einsatz, die individuelle und aussagekräftige Bewerbungsfotos für die Teilnehmerinnen erstellte. Ganz wichtig dabei war es, dass die Bewerberin bestimmte, wie sie fotografiert werden möchte, um mit diesem Bild erfolgreich zu sein. Mit diesem Rüstzeug haben die Frauen für sich eine Kurzbewerbung in Form eines Flyers erstellt, die Sie an potentielle Arbeitgeber verschicken können. Ein Bewerbungsflyer als komprimierte Initiativ- und Kurzbewerbungsform ist sowohl für die Bewerberin als auch für potentielle ArbeitgeberInnen eine kostengünstige und zeitsparende Alternative.

Märchenheimat
Ein Erzähprojekt für Frauen aus verschiedenen Kulturen vom Erzähltheater Osnabrück in Kooperationsarbeit mit Spektrum. e.V.

Am 11.11.2011 fand im Gemeindesaal der Lutherkirche ein Erzählabend statt, dem acht Monate Vorbereitung und Organisation und die Auseinandersetzung mit der Frage „Was ist Heimat“ voraus gingen. Jeder von uns hat eine Geschichte zu Erzählen, seine ganz besondere. Ziel des Projekt war es den Frauen aus verschiedenen Kulturen eine Stimme und ein Podium zu geben um ihre ganz besondere Geschichte kund zu tun.

 

Alle Projekte wurden gefördert von:
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